1. August

Die Bundesfeier in Bad Zurzach fand wegen Corona an fünf verschiedenen Standorten statt

Normalerweise steht die Bundesfeier unter dem Bad Zurzacher Jahresthema, das wäre in diesem Jahr «Wasser» gewesen – Corona machte das aber zunichte. Das Wetter hielt sich trotzdem daran.

Auf der Einladung zu den wegen Corona dezentral stattfindenden Bundesfeiern an fünf verschiedenen Standorten war das Bad Zurzacher Jahresthema Wasser nur noch als visuelles Element vorhanden: Kein Redner, keine Rednerin würde referieren. Gemütliches Beisammensein war angesagt, bei Fleckenstecken, Bratwurst und Cervelat, wie immer kredenzt durch den SC Zurzach, den Jodlerclub am Rhy und Se Barzlis.

Und so empfingen ab 16 Uhr jeweils ein Gemeinderat, ein Grillstand, ein Marktstand mit feinen «Sunntigszöpfli» zum Heimnehmen und ein paar Festbänke die Leute aus den Quartieren.

Das durch Corona bekannt-berüchtigte rotweisse Absperrband wurde hier zum patriotischen Deko-Element umfunktioniert: Es leitete die Ankommenden zu den Kontaktlisten und den Desinfektionsmitteln, an neu aufgestellten Kunstwerken vorbei zum Festplatz.

Vor malerischer Kulisse wurde die Standardeinrichtung der fünf Festplätze ums Kuhlotto erweitert: Die Kuh Vali hielt sich dabei nicht nur an die Abstandsregeln, sondern auch an die zeitlichen Einschränkungen und erkor rechtzeitig vor 20 Uhr die glückliche Gewinnerin, Michelle aus Stein. Für die musikalische Umrahmung sorgten das Alphornduo Alois Kneubühler und Corinne Baumgartner mit dem Akkordeonspieler Gerald Bühlmann, die nacheinander alle Standorte besuchten.

Triumph statt Steinmann-Wiese

Ein Wechsel zum Standort von Gemeinderätin Karin Fischer auf die Steinmann-Wiese fiel für die Reporterin ins Wasser: Sie musste sich samt Kamera in den Lieferanteneingang des in Bad Zurzach ansässigen Unterwäscheherstellers Triumph retten.
Ein Facebookvideo zeigt aber, dass die Leute die dortige Bundesfeier trotz Regen durchaus genossen haben. Kein Glück aber hatte das Team um Gemeindeammann Bernhard Scheuber: An seinem Standort wurde der Grill vom Regen überschwemmt, die Feier musste dort abgebrochen werden.

Carport als Festhütte

Beim Standort Entwiese verwandelte die Festgemeinde um Gemeinderat Peter Moser kurzerhand einen Carport in eine Festhütte: Zwar wurde der Mindestabstand so nicht immer eingehalten, aber Kontaktlisten wurden geführt, gut gelüftet war ohnehin – und dass alle gewaschen wurden, dafür sorgte Petrus persönlich. Womit das Jahresthema Wasser dann doch noch zum Thema wurde.

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