Baugesuch eingereicht

Spitalneubau in Aarau: Der Realisierung einen Schritt näher

KSA-Chef Robert Rhiner und Betriebsleiter Sergio Baumann übergeben Baugesuchsunterlagen an den Aarauer Baubewilligungsleiter Thomas Oetiker und Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker.

Das Baugesuch für den Neubau des Kantonsspitals Aarau wurde eingereicht – die Prüfung der Unterlagen dürfte rund ein halbes Jahr dauern.

Das grösste Bauprojekt im Kanton ist einen Schritt näher an der Realisierung: Am Freitagnachmittag haben die Verantwortlichen des Kantonsspitals Aarau bei den Stadtbehörden das Baugesuch für den Spitalneubau eingereicht.

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Symbolisch übergaben Spital-CEO Robert Rhiner und Betriebsleiter Sergio Baumann vor dem Stadthaus einen Karton mit Baugesuchsunterlagen an Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker und Baubewilligungs-Leiter Thomas Oetiker. Die ganzen Dokumente für den Neubau namens «Dreiklang», der 563 Millionen Franken kosten soll, ergeben aufeinander gestapelt einen Turm von rund zwölf Metern Höhe.

«Damit erreichen wir einen weiteren Meilenstein und das Projekt ist ohne Verzögerung auf Kurs», sagt Sergio Baumann. Der Betriebsleiter geht davon aus, dass die Prüfung des Baugesuches durch die Stadt rund ein halbes Jahr dauern wird. Seit der Präsentation des Projekts im Januar haben sich nur kleinere Änderungen ergeben.

Bei der Detailplanung stellten die Verantwortlichen fest, dass ein zentraler Gang, der an Operationssälen vorbeiführt, zu wenig breit dimensioniert wurde. Eine Verbreiterung war nötig, der Spitalkomplex wurde deshalb um gut fünf Meter nach Norden verschoben. «Der Neubau kommt damit weiter im Areal drinnen zu stehen, es gibt wortwörtlich ein Spital im Park», sagt Baumann.

Während die städtischen Behörden das umfangreich Baugesuch prüfen, laufen die Vorbereitungsarbeiten auf dem KSA- Areal weiter. In den nächsten Wochen und Monaten werden mehrere alte Gebäude abgebrochen, die später durch den Neubau ersetzt werden.

Ausserdem werden die weiteren Projektdetails erarbeitet, «so dass wir im besten Fall im Frühling den Spatenstich vornehmen können», wie Baumann sagt. Die Bauzeit dauert rund viereinhalb Jahre, wenn alles nach Plan läuft, könnte der Neubau im Herbst 2025 eröffnet werden.

Das grösste Baugesuch vom grössten Arbeitgeber

Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker rechnet damit, dass es gegen das Baugesuch kaum Einsprachen geben wird. «Wer das KSA heute besucht, wird rasch erkennen, dass ein Neubau notwendig ist», sagt er. Auch für die Stadt sei die Zukunft des Kantonsspitals Aarau von grosser Bedeutung, hält Hilfiker fest. «Es ist einerseits das grösste Baugesuch, das wir je zu prüfen hatten, andererseits ist das KSA auch der klar grösste Arbeitgeber der Stadt», betont er.

Mit rund 4500 Angestellten bilde das Kantonsspital das zentrale Element des «Gesundheits-Clusters» Aarau. «Das KSA gehört zu den zehn grössten Spitälern der Schweiz, hier arbeiten sehr viele gut qualifizierte Menschen, für uns ist das ein wichtiger Standortfaktor», macht Hilfiker deutlich.

Dennoch werde die Stadt das umfangreiche Baugesuch natürlich sorgfältig prüfen, hält der Stadtpräsident fest. «Wir werden dafür keine neuen Mitarbeiter bei der Bauverwaltung einstellen, aber der Umfang der Unterlagen ist schon eine Herausforderung», räumt er ein.

KSA-Präsident Peter Suter war bei der Übergabe nicht vor Ort, wird aber in einer Mitteilung des Spitals zitiert: «Es ist der Aufbruch zu einem neuen Spital. Es wird patientenfreundlich, nachhaltig, effizient und wettbewerbsfähig sein.» Der Neubau wird durch die Totalunternehmer BAM Swiss AG, BAM Deutschland AG und Implenia realisiert. Als Architektengemeinschaft mit internationaler Erfahrung im Spitalbau zeichneten die Burckhardt + Partner AG und wörner traxler richter verantwortlich.

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